„Streitende sollten wissen, dass nie einer ganz recht hat und der andere ganz unrecht“

(Kurt Tucholsky, 1890-1935)

Alles was Recht ist

Alle Rechtsbereiche bieten Konfliktfelder. Rechtsklarheit und Rechtssicherheit sind heutzutage wichtiger denn je. Wer sein Recht kennt, ist klar im Vorteil. Daher ist es empfehlenswert, sich in rechtlichen Angelegenheiten frühzeitig sachkundig rechtlich beraten bzw. vertreten zu lassen.

Eine Mediation bietet sich häufig nicht an oder sie scheidet aus rechtlichen oder persönlichen Gründen aus.

Es steht deshalb außer Frage, dass für bestimmte rechtliche Konstellationen nur der Rechtsweg bleibt. Dennoch können bei der Suche nach einer sachgerechten Lösung eines Rechtsstreits die Interessen des Mandanten häufig sehr effektiv durch Verhandlungen mit der Gegenseite gewahrt werden, ohne dass die parteiliche Interessenvertretung des Mandanten in Frage gestellt wird. Das gilt auch für das Reiserecht, in dem ich vorwiegend tätig bin.


„Alle Probleme“ beginnen damit, dass wir nicht zu Hause bleiben

(Renée Descartes)

URTEIL DES MONATS:

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Mediation baut Brücken

Fast alle Lebensbereiche bieten Konfliktfelder. Wenn die Beteiligten eines Konfliktes scheinbar unheilbar zerstritten sind oder der Gesprächsfaden längst abgerissen ist, kann die Mediation als eine bewährte Form außergerichtlicher Konfliktbeilegung eine sehr sinnvolle Alternative zur formaljuristischen Rechtsdurchsetzung darstellen.

Mediation steht nicht in Konkurrenz zur juristischen Klärung von Rechtsproblemen, vielmehr komplettiert sie den Rechtsschutz und stellt in weiten Bereichen eine sinnvolle Ergänzung zur rein rechtlichen Interessenvertretung und Rechtsdurchsetzung dar.

Die Mediation bietet sich an, wenn für die Beteiligten entweder im Moment oder grundsätzlich bestimmte Gründe gegen eine streitige Auseinandersetzung sprechen.

In eine Mediation fließen nicht nur primär die nüchternen Fakten und Paragrafen, sondern eher die maßgeblichen Bedürfnisse und Interessen aller Konfliktparteien ein. Ziel einer Mediation ist es, dass die Beteiligten mit Hilfe des Mediators und unter dessen Anleitung eine zukunftsfähige und interessengerechte Lösung finden, die Rechtsfrieden schafft.

Die nachfolgende Aussage des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2007 (BVerfG Beschluss vom 14.02.2007, 1 BvR 1351/01) macht deutlich, dass ein Rechtsstreit nicht immer die erste Wahl ist, wenn es darum geht, Rechtsfrieden zu erzielen:

„Eine zunächst streitige Problemlage durch einverständliche Lösung zu bewältigen, ist auch in einem Rechtsstaat grundsätzlich vorzugswürdig gegenüber einer richterlichen Streitentscheidung.“